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Die neusten Meldungen stehen immer oben:
01.09.2021 - Artikel im Darmstädter Echo
04.08.2021
Forschungsprojekt MOBASY
(Teilbericht)



Live-Aktion in Darmstadt am 05.09.2020

Die Energiegenossenschaft Darmstadt e.G. und die Roßdorfer Energie-Gemeinschaft e.V. haben zu der LIVE-Aktion in Darmstadt eingeladen!
Während der Veranstaltung wurde unter anderem dieser Film über das PassivhausSozialPlus gezeigt. Alles über die Initiative "Eigenstrom statt Kohlestrom" findet man hier:

In diesem Zusammenhang möchten wir Sie gerne auf den
YouTube-Kanal: "Leben mit der Energiewende" hinweisen.
Schauen Sie doch mal rein.

Darüber haben wir uns am 22.01.2020 gefreut
Verleihung des Klimaschutzpreises für "nachhaltiges Bauen" 2019
Der Flyer zum Download
Der Artikel im Darmstädter Echo
Darmstädter Echo v. 17.12.2019
Die Mietnebenkosten niedrig halten  
Ein Passivhaus in der Darmstädter Lincoln-Siedlung dient als Modellprojekt für einen möglichst geringen Energieverbrauch.  
Von Alexandra Welsch  Mitarbeiterin Lokalredaktion Darmstadt  


Auf einem Monitor können die Mieter ihren Energieverbrauch einsehen. (Foto: Guido Schiek)  

DARMSTADT - Strahlend frisch stehen die beiden neuen Wohnblöcke am Rande der Lincoln-Siedlung. Von hellen Fassaden leuchten Farbtupfer in Grün und Blau, einige Balkone sind schon mit Weihnachtsdekoration und Pflanztöpfen bestückt. Während der eine Bau bereits bezogen ist, wird in dem anderen noch gearbeitet. Arbeiter wuseln umher, Baggern hier im Außengelände, sägen da noch tönend eine Metallbrüstung zurecht. Endspurt ist angesagt, zwischen den Jahren sollen die restlichen Mieter einziehen.

„Es ist endlich soweit“. Mit diesem Satz leitete die Neue Wohnraumhilfe GmbH am Montag die Präsentation ihres fertig realisierten Modellvorhabens „Passivhauses Sozial Plus“ ein. Mit Hilfe der Architekturbüros „faktor10 GmbH“ in Kooperation mit Dörfer Grohnmeier Architekten und finanzieller Extra-Unterstützung der Stadt in Form eines Darlehens von 1,5 Millionen Euro sind in einem umgebauten Altbau sowie einem Neubau daneben 42 Sozialwohnungen in Passivhaus- und Energie-PlusStandard entstanden. Das Innovative an dem Zehn-Millionen-Euro-Bauprojekt: Die Bewohner zahlen einen Fixbetrag für die Nebenkosten, die mittels energiesparender Anwendung besonders niedrig gehalten werden sollen.

Neben der Miete von 6,50 Euro pro Quadratmeter wird für die Ein- bis SechsZimmerwohnungen für sämtliche Nebenkosten ein Fixbetrag zwischen 2,10 Euro und 2,60 Euro pro Quadratmeter verlangt – je nach Personenzahl im Haushalt. „Damit leisten wir auch eine Einsparung für die örtlichen Behörden“, erläutert Wolfgang Bauer-Schneider von der Neuen Wohnraumhilfe, seit vielen Jahren lokal in der sozialen Wohnungswirtschaft aktiv. In vielen Wohnungen, die sie für Bedürftige sonst anbieten und anmieten, lägen die Nebenkosten bei 5 Euro pro Quadratmeter und darüber – alles Geld, das die Sozialbehörde zahlen muss.

Dass es dort nicht nur ums Einsparen von Nebenkosten geht, sondern auch um Klimaschutz, wurde bei einem Rundgang greifbar. So gibt es dem modernen Mobilitätskonzept der Lincoln-Siedlung folgend 102 großflächige und überdachte Radabstellplätze. Die Stromversorgung erfolgt über Fotovoltaikanlagen. Gebrauchtes Wasser aus Küche und Bad wird aufgefangen, aufbereitet und für die WC-Spülung zweitgenutzt.

Die hellen Wohnungen mit vielen bodentiefen Fenstern verfügen alle über ein modernes Lüftungssystem und sind einheitlich mit stromsparenden Küchengeräten und LED-Licht ausgestattet. Ihren Energieverbrauch können die Mieter über einen Monitor am Eingang einsehen – und auch, wenn sie das Budget übersteigen, das sich an durchschnittlichen Verbräuchen orientiert. „Die Leute können natürlich mehr verbrauchen, aber das müssen sie dann aus der eigenen Tasche zahlen“, erläutert Petra Grenz vom federführenden Büro „faktor10“. Es zeige sich aber bereits bei den ersten Bewohnern, dass sie auf Sparsamkeit achteten. „Es funktioniert.“

Viel Lob für das „Modellprojekt mit Übertragungswert“ kam von Sozial- und Umweltdezernentin Barbara Akdeniz. Hier seien mit viel Mut sehr hohe soziale und ökologische Standards realisiert worden in einem bislang einmaligen Vorhaben. „Das sollte auf andere Projekte ausstrahlen“, befand sie – und nannte als einen denkbaren Standort das Nachbargrundstück.  Wie sich das Wohnprojekt im Alltag bewährt, wird sich nun zeigen. „Aber wie sich schon abzeichnet, kommt der Durchschnitt gut damit zurecht“, so Architektin Grenz. Das Institut Wohnen und Umwelt begleitet das Ganze über zunächst vier Jahre, um Erkenntnisse für weitere solcher Projekte zu generieren.  


Neubezug zum 1.1.2020
 
 
Das PassivhausSozialPlus geht seiner Vollendung entgegen.



 
Nachdem die ersten 22 Mieter bereits zum 1.8.2019 und 1.9.2019 eingezogen sind, werden nun am 1.1.2020 die restlichen 20 von 42 Wohnungen bezogen.
 
In der nächsten Zeit werden dann auch noch die Aussenanlagen fertiggestellt.

 
Im Januar steht dann auch der Gemeinschaftsraum und das Büro der Neuen Wohnraumhilfe vor Ort zur Verfügung.
 
Die technische Ausstattung funktioniert seit geraumer Zeit:

 
·         Photovoltaik auf dem Dach zur Produktion von Strom,
·         Batteriespeicher zur kurzfristigen Speicherung des produzierten Stroms,
·         Grauwasseranlage zur Reduzierung des Frischwasserverbrauchs,
·         Verbrauchserfassungen von Strom und Wasser und die Darstellung der Daten,
individuell für jeden Mieter auf seinem eigenen Monitor in der Wohnung.
·         Passivhaus-Standard


Vertragsunterzeichnung am 6.8.2019


Vertragsunterzeichnung Kooperation Energiegenossenschaft Darmstadt eG
und Neue Wohnraumhilfe für die Stromversorgung und der Photovoltaik


Erstbelegung am 1.8.2019



Die ersten 11 Mietparteien ziehen am 1.8.2019 in den Gebäudeteil A, Mahalia-Jackson-Str. 15 ein.
 
 
Die Belegung erfolgte durch das Amt für Wohnungswesen in Zusammenarbeit mit der NWH.
 
In der ersten Belegungsphase konnten wir drei 3-Zimmer-Wohnungen mit 50 m², drei 4-Zimmer-Wohnungen mit 88 m²,
vier 5-Zimmer-Wohnungen mit 92 m² und eine 6-Zimmer-Wohnung mit 141 m² zur Verfügung stellen.  
Die Mieter wissen, dass um sie herum noch Baustelle ist.
 
Die NWH wird diese Mieter begleiten und sie beim Einzug unterstützen.







Richtfest am 09.05.2019


(v.l.n.r.): Doreen Petri, Geschäftsführerin NWH, Tarek Al-Wazir, Hess. Wohnungsbauminister, Wolfgang Bauer-Schneider, Projektleiter,
Folkmer Rasch, Planer Faktor 10 und Barbara Akdeniz, Wohnungsdezernentin





Darmstädter Echo 11.05.2019
Erschienen am 11.05.2019 um 00:00 Uhr
 
 
Innovatives Passivhaus für Wohnungsmarktverlierer
 
 

 
Neue Wohnraumhilfe baut in der Darmstädter Lincoln-Siedlung
42 Mietwohnungen für 8,50 Euro Warmmiete pro Quadratmeter.

 
 
 

Richtfest im Neubau. In der Mahalia-Jackson-Straße entstehen 42 Sozialwohnungen in zwei
Passivhäusern. Foto: Guido Schiek


 
 
 
DARMSTADT - (bif). Kaltmiete von 6,50 Euro pro Quadratmeter, Nebenkosten von 2 Euro pro Quadratmeter inklusive Strom und W-LAN – das Mieterparadies steht in der Mahalia-Jackson-Straße mitten in der Lincoln-Siedlung und ist noch nicht ganz fertig. Der Neubau feiert gerade Richtfest und der Bestandsbau nebenan ist mit dem Trockenbau durch. In beiden Häusern entstehen 42 Wohneinheiten mit 3200 Quadratmetern für Klienten der Neuen Wohnraumhilfe mit enger sozialarbeiterischer Anbindung. Das Mieterparadies ist für die Ärmsten reserviert. „Für die Verlierer auf dem Wohnungsmarkt“, wie Wohnraumhilfe-Chefin Doreen Petri beim Richtfest sagte.

 
Sozialer Wohnungsbau also, aber längst nicht nur. Es handelt sich um zwei Gebäude, die auch dem Passivhausstandard entsprechen. Hier wird nicht nur der Energieverbrauch um 75 Prozent, sondern auch der Trinkwasserverbrauch durch den Einsatz von Grauwasser um 50 Prozent minimiert. Projektleiter Wolfgang Bauer-Schneider sprach von einem „bundesweiten Modell, das es so nicht gibt“. Es setze neue Standards im Sozialen Wohnungsbau, er hoffe „auf Breitenwirkung“. Immerhin baut die Bauverein AG nebenan weitere 40 Wohnungen nach diesem Prinzip, die die Neue Wohnraumhilfe mieten werde.

 
Wenigstens hat das Projekt Wirkung nach Wiesbaden, denn Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) kam im strömenden Regen ebenfalls zum Richtfest und zu Wort. Das Land förderte das Projekt mit 5,3 Millionen Euro, die Stadt gab ein Darlehen von 5,5 Millionen. Er lobte den nachhaltigen Umgang mit der „nicht vermehrbaren Ressource Boden“.

 
Tatsächlich wurden durch den Nicht-Abriss des bestehenden Gebäudes 1500 Tonnen CO² eingespart, wie Folkmer Rasch vom Darmstädter Planungsbüro Faktor10 betonte.

 
Er hielt ein leidenschaftliches Plädoyer für eine andere Art des Bauens. „Bei Stein auf Stein ist der CO²-Aufwand höher als das, was in 50 Jahren eingespart werden kann“, sagte er. „Wir bauen heute noch wie vor 150 Jahren – aber wir müssen zu völlig anderem Bauen kommen, um den Kostenaufwand zu reduzieren.“

 
Bauen könne ein Drittel günstiger sein und damit auch die Baunebenkosten senken, sagte Folkmer Rasch. An jeder Baustelle werde eine Manufaktur errichtet, die nach Fertigstellung weiterziehe. Er forderte die Politik auf, Bauforschung zu betreiben. Überall werde geforscht, nur auf diesem Gebiet nicht, kritisierte er.

 
Die 42 Wohnungen kämen zur richtigen Zeit, sagte Sozialdezernentin Barbara Akdeniz. Ihr Wohnungsamt hat 2700 wohnungssuchende Haushalte auf der Warteliste. Auch sie lobte das innovative Konzept und die niedrigen Nebenkosten.



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